Weitere Initiativen der Hamburg Kreativ Gesellschaft
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Schulpraktikum Games: Einblicke in die Hamburger Game Studios

Wir haben 20 Schüler*innen an einem Tag ihres Schulpraktikums in der Hamburger Gamesbranche begleitet und durften sehen, was die Praktikant*innen bereits alles gelernt hatten. An diesem Tag wurden wir zu Deep Silver FISHLABS eingeladen und haben einen tollen Workshop zum Thema Game Design bekommen.

Photo: Selim Sudheimer

"Wie kann ich in der Gamesbranche anfangen?" ist eine oft gestellte Frage, auf die es keine abschließende Antwort gibt, da es viele verschiedene Wege in die Branche und noch mehr Berufsbilder gibt. Aber 20 Hamburger Schüler*innen haben möglicherweise einen ersten Schritt getan: Sie haben am dreiwöchigen Schulpraktikum Games teilgenommen, welches gemeinsam von der Initiative Creative Gaming, den Studios InnoGames, Deep Silver FISHLABS und Tivola Games, sowie der HAW Hamburg, dem regionalen Team des game - Verband der deutschen Games-Branche und Gamecity Hamburg organisiert wird. 

Vom 13. Juni bis zum 1. Juli 2022 hatten die Schüler*innen der 9. Klasse die Möglichkeit, mehr über die in Hamburg ansässigen Unternehmen der Gamesbranche zu erfahren, zu lernen, was es bedeutet in der Branche zu arbeiten und was für verschiedene Berufsbilder es eigentlich gibt. Die Teilnehmer*innen verbrachten knapp zwei Wochen bei InnoGames, besuchten die HAW Hamburg und Tivola Games. Dort konnten sie bereits ein kleines Portfolio aufbauen und lernten, ein eigenes Brettspiel zu kreieren. Während des gesamten Praktikums werden die Schüler*innen von Medienpädagog*innen der Initiative Creative Gaming begleitet. Wir durften die Gruppe bei Deep Silver FISHLABS im Herzen Hamburgs besuchen, wo sie ebenfalls drei Tage verbrachten. Dort sahen wir, was das Studio jungen Games-Enthusiasten zu bieten hat. 

Stephan Beier zeigt das neue Prunkstück im Büro: Eine Spezialanfertigung eines Key-Visuals aus ihrem Spiel "CHORUS" / Foto: Selim Sudheimer
Stephan Beier zeigt das neue Prunkstück im Büro: Eine Spezialanfertigung eines Key-Visuals aus ihrem Spiel "CHORUS" / Foto: Selim Sudheimer

Eine kurze Tour durch das Büro des Studios zeigte bereits, wie viel des Büros sich durch die Corona-Pandemie verändert hatte: der Server-Raum wurde kurzerhand von den Schüler*innen in "die Sauna" umbenannt, da die zahlreichen Dev-Kits und PCs, welche für den Zugriff aus dem Home Office benötigt werden, die kleine Kammer aufheizen. 
Auch das hauseigene Aufnahme- und Motion-Capturing-Studio beeindruckte die Praktikant*innen ("60.000€, das ist ja der Wahnsinn"). Stephan Beier, Studio Operations Director bei Deep Silver FISHLABS stand anschließend für Fragen zur Verfügung, eine Chance, die sich die Kinder nicht engehen ließen. Er betonte, dass ein Interesse an bestimmten Fächern von Vorteil ist, wenn man in der Spieleentwicklung arbeiten möchte, wie zum Beispiel Englisch, Mathe und Physik, was die Schüler*innen mit Fassung aufnahmen.   

Die Schüler*innen erhielten eine erste Einführung von Stephan Beier, Studio Operations Director bei Deep Silver FISHLABS / Foto: Selim Sudheimer
Die Schüler*innen erhielten eine erste Einführung von Stephan Beier, Studio Operations Director bei Deep Silver FISHLABS / Foto: Selim Sudheimer

Nach einer kurzen Mittagspause gab der Creative Lead von Deep Silver FISHLABS, Phillip Chan, einen Workshop zum Thema Game Design. Nach einer kurzen theorethischen Einführung zu den Grundlagen und Regeln des Game Design, konnten die Schüler*innen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie bekamen eine Reihe von Gegenständen, wie zum Beispiel Würfel, Karten, Figürchen oder Chips, mit denen sie in kleinen Gruppen ihre eigenen Spiele entwickeln durften. Diese sollten die gerade erlernten Grundlagen und Regeln berücksichtigen, wie dem Prinzip der vergleichenden Interaktion oder dem Schreiben einer Gewinnbedingung. Die Schüler*innen bewältigten diese Aufgabe mit Bravour und erfanden im Handumdrehen kleine Turmbau-Challenges oder Geschicklichkeits-Spiele. Der Tag wurde mit einer Testsession für alle Spiele beendet. 

In den nachfolgenden Tagen erhielten die Teilnehmer*innen außerdem Einblicke in die Arbeit der Qualitätssicherung und der Kunst des Audio-Designs. 

Deep Silver FISHLABS hat ein eigenes Tonstudio im Büro
Deep Silver FISHLABS hat ein eigenes Tonstudio im Büro / Foto: Selim Sudheimer

Zum Abschluss des Praktikums präsentierten die Schüler*innen ihre Projekte und Eindrücke vor Vertreter*innen von InnoGames, Tivola Games, Deep Silver FISHLABS, Gamecity Hamburg und der Initiative Creative Gaming. Einige Teilnehmer*innen beeindruckten das Publikum mit ihren Samples aus dem Bereich Sound Design, für die sie Plastikflaschen und Folie verwendet hatten. Andere zeigten ihr Spielkonzept, für das sie sogar Charaktere und ein Moodboard erstellt hatten. Es war insgesamt sehr beeindruckend zu sehen, was die Schüler*innen alles in ihrem Prakitkum gesehen und mitgenommen hatten, und wie viele tolle Ideen sie daraus schon entwickeln konnten. 

Ein Blick in das Konzept einer Gruppe bei der Abschlusspräsentation
Ein Blick in das Konzept einer Gruppe bei der Abschlusspräsentation

Das Schulpraktikum Games bietet viel Abwechslung und Einblicke in ein Themenfeld, die sonst für Schüler*innen kaum zu bekommen sind. Die Teilnehmer*innen waren durch ihre Schulen oder auch Eigeninitiative auf das Prakitkum aufmerksam geworden. "Ich habe vor ein paar Jahren beim Girl's and Boy's Day InnoGames besucht und direkt gemerkt, dass ich da auch mein Praktikum machen möchte. Als es dann an der Zeit war, einen Praktikumsplatz zu suchen habe ich dieses Angebot gefunden." erzählte eine Teilnehmerin.
Die Schüler*innen schätzen vor allem die praxisbezogene Herangehensweise, die Abwechslung und die verschiedenen Herausforderungen während der drei Wochen. Es wurde sogar schon nach Ausbildungsmöglichkeiten in den Unternehmen gefragt. Wir freuen uns dementsprechend sehr darauf, in den kommenden Jahren einige bekannte Gesichter in den Ausbildungsjahrgängen oder Kursen an den Hochschulen zu sehen!


Das Schulpraktikum Games wird auch 2023 wieder angeboten werden. Behaltet unsere Kanäle im Blick, um zum Bewerbungsstart informiert zu sein. 

News

Recap: Games Compass 2022

On November 23, InnoGames and Gamecity Hamburg invited decision makers from the games and digital industries of Hamburg and beyond to their jointly organized, exclusive networking event Games Compass.

Road to Hamburg Games Conference 2023: Apply until January 30

For this year's Hamburg Games Conference, Gamecity Hamburg once again opens its Road to program: We offer a number of physical showcasing spot packages for Hamburg-based studios, publishers, teams, and devs. Apply until January 30!

Hamburg Games Conference 2023: Am 1. und 2. März zum Thema “Invest in Games“

Die Hamburg Games Conference kehrt als Präsenz-Event in neuer Location nach Hamburg zurück. Mit dem Leitthema “Invest in Games” beleuchtet sie die aktuelle Entwicklung der internationalen Gamesindustrie.

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Die Titelheldin wirkt jung und hitzköpfig, das Team hinter ihr erfahren und reflektiert: Babsi Bullet wird ein actionreicher Puzzle-Plattformer für Touchscreens. Für Team Marty ist das Spiel ein Herzensprojekt mit echter Handarbeit.

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Kaum ein Spiel sieht schon von weitem so entwaffnend aus wie das Metroidvania About Cannons & Sparrows: Aus einem unscheinbaren Ei schlüpft eine kleine Kanone. Die erfahrenen Animationsspezialisten von Team ACAS haben zwar noch kein fertiges Spiel, aber eine starke Vision.

Drei Fragen an: Soapbox Interactive, die an "Rocket Science GONE WRONG" arbeiten

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Three Questions to: rose-engine - Makers of the Sci-Fi Horror Hit SIGNALIS

Yuri Stern and Barbara Wittmann have been creating games together for 8 years now, on October 27 their Hamburg-based studio rose-engine is releasing their latest game SIGNALIS. Published by Humble Games, this dark Sci-Fi horror game with its retro optic has already stirred up quite a buzz in the international gaming press. We took this opportunity to ask them about collaborating for so many years and how the match with their publisher came to be.

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Sie haben viel zu tun. Sie haben große Ziele. Aber darüber verlieren sie nicht die gute Laune; beim Tischgespräch mit Team Metacore gibt es nicht nur kompetente Antworten zu hören, sondern auch viel Gelächter. Die Stimmung könnte sich auf ihr Projekt übertragen.

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Den Games Lift Inkubator kann es nur geben, weil eine große Zahl von Expert*innen ihn unterstützt, Teams coacht und vernetzt. Über 35 Branchenveteran*innen sind in verschiedenen Funktionen dabei, viele nicht zum ersten Mal. Wir haben gefragt: Warum machen die das?

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